Vorstellungsgespräch für Informatiker

 

Erfolgreiches Vorstellungsgespräch für Informatiker

 

Das Vorstellungsgespräch souverän meistern, sympathisch und kompetent wirken und den potenziellen neuen Arbeitgeber von sich überzeugen – das wollen wohl alle Bewerber. Doch wie stellt man das am geschicktesten an?

Ein guter erster Eindruck

Für den berühmten ersten Eindruck beim Bewerbungsgespräch hilft es schon, sich an die einfachsten Regel zu halten. Pünktlich und angemessen gekleidet zu sein, ist die erste Pflicht. Zudem sollten Bewerber gut vorbereitet zum Gespräch kommen, um auf Fragen zum Unternehmen eingehen zu können. 

Mittlerweile ist wohl bekannt, dass auch die Körpersprache des Bewerbers eine enorme Rolle bei Vorstellungsgesprächen spielt, ebenso wie Ausstrahlung und Persönlichkeit – da kann die fachliche Kompetenz sogar in den Hintergrund rücken. Sich positiv präsentieren zu können, lässt sich ebenso erlernen wie die Fakten zum potenziellen neuen Arbeitgeber: Üben Sie vor dem Spiegel sprechen, passen Sie Ihre Lautstärke und Ihr Sprechtempo an, reden Sie frei vor anderen.

Ganz wichtig ist zudem auch der vermittelte Eindruck von Motivation: Wenn Sie den Job wollen, machen Sie das deutlich. Sie können noch so kompetent sein, wenn Sie im Vorstellungsgespräch uninteressiert wirken, werden Sie wohl kaum eingestellt. Zu guter Letzt sollten Sie natürlich die passenden Antworten auf die üblichen Fragen parat haben, dazu zählen etwa: „Erzählen Sie etwas über sich“ und „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“.

Besondere Tipps für IT-ler

Während diese Grundlagen wohl für so gut wie alle Bewerbungsgespräche gelten, sollten Bewerber in der IT aber noch weitere Aspekte beachten. Schließlich handelt es sich hier um einen Bereich, der vielen Personalern fremd und unverständlich erscheint. Deswegen kann es helfen, einige Tipps bei Bewerbung und Vorstellungsgespräch zu berücksichtigen.

Am wichtigsten ist, dass Sie im Gespräch Ihre fachliche Kompetenz vermitteln, ohne Ihre Gesprächspartner aus der Personalabteilung mit Fachbegriffen zu überfordern – möglicherweise verstehen die ohnehin nicht, wovon Sie reden. Sie müssen also möglicherweise noch viel mehr Wert auf Selbstmarketing legen als Bewerber für andere Bereiche. In diesem Zusammenhang spielen auch Zertifizierungen eine Rolle: Sie überzeugen Personaler vielleicht mehr, als es Ihre branchenspezifischen Ausführungen tun können (selbst wenn Ihnen klar ist, dass mancher Nachweis nichts über Ihre wahre Kompetenz aussagt). 

Bringen Sie im Bewerbungsgespräch auf den Punkt, warum ausgerechnet Sie dem Unternehmen nutzen können, ohne sich in IT-Begriffen zu verlieren.

Was genau befähigt Sie für die Aufgabe? Haben Sie in einem ähnlichen Bereich bereits Erfahrungen sammeln können? Bringen Sie besonders Ihre für den neuen Job relevanten Fähigkeiten und Kenntnisse deutlich zum Ausdruck. 
Doch bevor es überhaupt zum Vorstellungsgespräch kommt, muss die richtige Bewerbung her. Im IT-Bereich ist kein klassischer Lebenslauf üblich, sondern ein IT-Profil, auch Dossier genannt, in dem die wichtigsten Informationen sowie die Skill-Übersicht stehen – idealerweise mit Zahlen und Fakten belegt. Auch persönliche Stärken können hier aufgeführt werden. 

Checkliste – das Wichtigste
 

  • Informieren Sie sich über ihren potenziellen neuen Arbeitgeber, bereiten Sie sich auf die üblichen Fragen vor.
  • Wenn Sie unsicher sind, üben Sie das Gespräch, vor dem Spiegel oder mit Freunden.
  • Kommen Sie pünktlich und gut gekleidet zum Termin.
  • Überlegen Sie sich vorher, wie Sie Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen verständlich rüber bringen wollen. Machen Sie sich klar, was genau Sie für den Job befähigt und wie Sie dies Personalern erklären
  • Bringen Sie Ihre Motivation zum Ausdruck.

 

 

Karrierefalle Vorstellungsgespräch - Knigge für IT-Spezialisten

 

Fehler und Peinlichkeiten beim Vorstellungsgespräch

 

Unangemessener Händedruck

Ein kurzer kräftiger Händedruck darf es bei der Begrüßung der Anwesenden schon sein. Natürlich sollten Sie Ihrem Gegenüber keine schmerzenden Verletzungen zufügen. Seien Sie deshalb vor allem vorsichtig bei Ringträgern. Nicht gut kommen im Allgemeinen seichte Händedrücke ohne jegliche Energie an. Sind die Hände dazu dann noch extrem feucht, wird es im weiteren Verlauf des Vorstellungsgesprächs sicher nicht einfacher.Hier wird eventuell dann schon vom Händedruck auf die  Persönlichkeit geschlossen. Ein kräftiger Händedruck wirkt entschlossen, zupackend und energiegeladen. Ein schwacher Händedruck dagegen wirkt kraft- und mutlos. In Verbindung mit feuchten Händen vielleicht sogar ängstlich. Falls Sie zu feuchte Hände haben, können Sie diese vorher mit Deo-Puder oder mit einer geringen Menge Magnesium einreiben.

 

Falsche Ansprache und Namenprobleme

Falls Sie vor oder während des Vorstellungsgesprächs die Namen Ihrer Gesprächspartner vergessen, sollten Sie diese Situation entweder gekonnte umgehen, indem Sie ihr Gegenüber einfach mit Sie ansprechen. Häufig nennen die anderen Beteiligten die Namen der anwesenden Kollegen  mehrmals, so dass sie häufig eine zweite oder sogar dritte Chance bekommen. Auf keinen Fall sollten Sie einfach mal darauf losraten oder Namen nennen, die so ähnlich klingen. Das sorgt bei den Beteiligten spätestens nach dem Vorstellungsgespräch für viel Gelächter. Bereiten Sie sich also gründlich auf das Gespräch vor und schauen Sie sich kurz vorher nochmals die Namen der Ihnen bereits bekannt gemachten Personen an. Häufig wissen Sie zumindest den Namen des Mitarbeiters aus der Personalabteilung. Dieser Nachname wird meist bereits in der Stellenanzeige des Unternehmens genannt. Häufig wird Ihnen in der Einladung zum Vorstellungsgespräch auch der Name des  Vorgesetzen bereits verraten. Bleiben Sie bei der Vorstellung der Beteiligten wachsam und merken Sie sich die Namen.  Haben Sie während des Vorstellungsgesprächs die Namen der Beteiligten immer parat, so wirkt dies souverän.

 

Manngelde Körperpflege

Auch Körpergeruch und zu starke Transpiration macht beim Vorstellungsgespräch keinen wirklichen guten Eindruck. Während leichtes Schwitzen eventuell noch mit Interesse und einer normalen Aufgeregtheit assoziiert wird,  so ist Körpergeruch dagegen ein absolutes NO GO! Vergessen Sie also niemals die Dusche vor dem Vorstellungsgespräch. Selbstverständlich sollte auch die Benutzung eines wirkungsvollen Deos sein. Auch ein Parfum bietet eine gute Möglichkeit, Ihren Gesprächspartnern angenehm im Gedächtnis zu bleiben.  Natürlich nur in Kombination mit dem vorher bereits erwähnten Deo. Denn nichts ist für Ihre Gesprächspartner unangenehmer als das Besprechungszimmer in eine Mischung von Parfüm und Körpergeruch einzunebeln. Außerdem sollten Sie auch ansonsten gepflegt auftreten.  Achten Sie deshalb auf sorgfältig geschnittene Fingernägel, saubere Zähne und auf einen frischen Atem.  Falls Sie Raucher sind. Verzichten Sie auf die Zigarette direkt vor dem Gespräch. Nehmen Sie eine extra Mondspülung bzw. ein Mundspray vor dem Gespräch.  Sollten Sie ein Zahnpflegekaugummi benutzen, so vergessen Sie nicht, diesen vor dem Beginn Ihres Vorstellungsgesprächs wieder herauszunehmen.  Achten Sie außerdem auf saubere Kleidung. Verschieben Sie das Spagetti-Essen auf die Zeit nach dem Vorstellungsgespräch bzw. ziehen Sie sie erst nach der Mahlzeit Ihre Business Kleidung an.

 

Distanzprobleme

Vermeiden Sie bei Ihrem ersten Gespräch Ihrem Gegenüber gleich auf die Schulter zu klopfen oder gar zu umarmen. Auch wenn die Gesprächspartner modern, kumpelhaft und locker wirken sollten, geht dies eindeutig ein Schritt zu weit. Des Weiteren sollten Sie nicht von sich aus gleich das Du anbieten. Wenn dies von der Gegenseite angeboten wird, ist eine solche Ansprache natürlich in Ordnung. Dies wird allerdings während des Vorstellungsgesprächs bei den wenigsten Unternehmen der Fall sein. Falls Ihnen versehentlich ein Du rausrutscht, so entschuldigen Sie sich einfach. Eine gute Möglichkeit ist dies mit Ihrer Erfahrung im letzten Job zu begründen. Nach dem Motto „bei meinem letzten Arbeitgeber waren bis auf den Geschäftsführer alle per du. Deshalb ist mir das jetzt einfach rausgerutscht. Entschuldigen Sie bitte.“

 

Besserwisserei und Überheblichkeit

Personaler verfügen in der Regel nur über rudimentäre Kenntnisse hinsichtlich Informationstechnik. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Spielen Sie hier nicht den Besserwisser, der sich über die Unwissenheit der Anwesenden amüsiert und damit sein eigenes Ego aufbläht.  Personaler haben keinen IT-Hintergrund und müssen diesbezüglich auch kein tiefes Wissen aufweisen. Auch anwesende IT-Spezialisten wissen nicht alles. Seien Sei deshalb vorsichtig! Erklären sie Fachbegriffe ausschließlich auf Nachfrage. Verbessern Sie nicht die Begriffserklärung Ihrer Gesprächspartner. Dies würde Ihnen als Besserwisserei oder noch schlimmer als Arroganz ausgelegt.  Lassen Sie die Anwesenden aussprechen.  Gerade im Vorstellungsgespräch geht es auch um Ihre Soft-Skills.  Bleiben Sie stets höflich und seien Sie ein guter Zuhörer!