Softwaretechnik / Software Engineering

Im Studiengang Softwaretechnik steht, wie es die Bezeichnung ja bereits verrät, die Entwicklung von Software im Mittelpunkt. Dabei kann es sich um neue Software handeln, die komplett neu entwickelt wird oder um die Anpassung und Verbesserung bestehender Software. Wichtige Voraussetzung für das Studium sind ein gutes bis sehr gutes mathematisches Verständnis sowie ein ausgeprägtes logisches Denkvermögen. Wie beispielsweise die Wirtschaftsinformatik so gehört auch die Softwaretechnik zur angewandten Informatik. Das Grundstudium vermittelt die Basics, die für die Konzeption und das Schreiben von Software notwendig sind.

Übersicht über übliche Lehrinhalte des Grundstudiums

• (Objektorientierte) Programmierung
• Mathematik
• Statistik
• Grundlagen Informationstechnik
• Betriebssysteme
• Mensch-Computer-Interaktion

Im Hauptstudium werden die Inhalte des Grundstudiums vertieft und die Studierenden haben die Möglichkeit, Schwerpunkte zu wählen, die bereits die Weichen für die zukünftige Karriere stellen können. Zukünftige Arbeitgeber sind beispielsweise Softwarefirmen wie Microsoft, SAP oder Technologiefirmen wie Google,. Nicht immer aber müssen es die großen Softwareschmieden sein. Auch in kleinen Unternehmen wird Software entwickelt. In der Regel steigt das Spezialistentum mit der Größe des Unternehmens, so dass in kleinen Unternehmen noch häufiger Entwickler gefragt sind, die sich in kurzer Zeit in viele verschiedene Programmiersprachen und Technologien einarbeiten können. Natürlich gibt es auch zahlreiche Softwareunternehmen mittlerer Größe, wo diese Unterscheidung nicht bzw. nicht in der gleichen Weise zum tragen kommt. Softwareentwickler, die nicht für ein Softwareunternehmen arbeiten, müssen sich in der Regel auch intensiv mit den in ihrem Unternehmen produzierten Gütern bzw. den Dienstleistungen auch fachlich auseinandersetzen. Ohne geeignete Prozess- bzw. Produktkenntnisse ist in diesem Fall eine effiziente Softwareentwicklung nicht möglich.

Übersicht über übliche Lehrinhalte des Hauptstudiums

• Softwarequalität
• Informationssysteme
• Projekt Softwaretechnik
• Datenbanken
• Rechnernetze
• Internet –Technologien
• Software-Architektur
• Embedded Software-Entwicklung
• Vorgehensmodelle
• Software-Testing
• Webentwicklung und App-Entwicklung

Gute und erfahrene Softwareentwickler werden natürlich auch in der Industrie händeringend gesucht. Da die Komplexität von Software ständig zunimmt, steigen auch die Ansprüche an angehende Softwareentwickler. Je mehr Projekterfahrung, technologisches Wissen und branchenspezifisches Know-How vorhanden ist, desto besser sind Karriere und- Verdienstmöglichkeiten. Auch eine Arbeit als Freelancer kann finanziell sehr lukrativ sein. Selbstständige sollten allerdings sehr auf Ihre Weiterbildung achten und ständig am Ball bleiben. Nur wer neue Technologien kennt, kann sich sicher sein, dass er auch noch in fünf Jahren gebraucht wird. Ausnahmen soll es natürlich auch hier geben. Wer bereits vor dem Studium ganz genau um seine Berufung weiß und ein geborener Coder, abstrakter Denker und Tüftler ist, der liegt mit diesem Studiengang richtig. Wer allerdings sich noch sicher ist, welcher Bereich innerhalb der Informatik der spannendste ist, der sollte sich eher für ein generalistisches Studium wie zum Beispiel das der Informatik, Wirtschaftsinformatik entscheiden. Diese Studiengänge bereiten in der Regel jedoch nur bedingt auf eine spätere Entwickler-Karriere vor, da viele Inhalte der Software-Entwicklung nur rudimentär behandelt werden. Mit der entsprechenden Eigenmotivation kann der Studierenden die fehlenden Kenntnisse allerdings jederzeit ausgleichen.

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