Rüstungsindustrie / Militär

Militär Drohne

Diese Branche wird häufig vergessend. Jedoch bietet auch die Rüstungsindustrie für Informatiker vielfältige Tätigkeitsfelder. Von der Hardware-Entwicklung von autonomen Robotersystemen bis hin zur Programmierung von Bild- und Mutsererkennungssoftware. IT-Spezialisten entwickeln in Zukunft unter anderem moderne Aufklärungs- und Kampfroboter. Ein weiteres Gebiet ist die Entwicklung intelligenter Drohnen, die teilautonom oder gar vollautonom in den Krisengebieten der Zukunft eingesetzt werden. Wichtig sind hierzu Kenntnisse in der Automatisierungstechnik, Robotik, Elektrotechnik und Softwareentwicklung. Nicht alle Kenntnisse müssen gleichermaßen perfekt beherrscht werden. Auch in dieser Branche gibt es zahlreiche Spezialisten, die sich auf bestimmte Technologien konzentrieren und ihr Wissen dann gezielt in das jeweilige Projekt einbringen. IT-Spezialisten in diesem Bereich sollten aber in jedem Fall die Zusammenhänge und das Zusammenwirken der verschiedenen Teilsysteme in den Grundsätzen verstehen können. Generell sind die Aufgaben und Anwendungsgebiete sehr vielseitig und die Tätigkeit in Rüstungsunternehmen kann durchaus herausfordernd sein, da die Branche technologisch immer ganz weit vorne mitmischt. Spezialisten in dieser Branche gehören zu den bestbezahltesten Angestellten innerhalb der Informationstechnologie. Mit der Tätigkeit geht allerdings auch eine Menge Verantwortung einher. Zukünftige Systeme dürfen keine unbeteiligten Personen schädigen und müssen sehr zuverlässig sein. Dies gilt besonders für intelligente Waffensysteme.

zukünftige Entwicklungsprojekte in der Rüstungsindustrie:

  • autonome und intelligente Aufklärungssysteme
  • Roboterrüstungen für Soldaten (Exoskelette)
  • Robotersysteme für Sprengfallenentschärfung
  •  Drohnen und autonome Flugzeuge und Hubschrauber
  • fahrende Robotersysteme mit Bewaffnung
  • autonome Flugabwehrsysteme
  • autonome und teilautonome Panzersysteme
  • autonome Mienensuchsysteme

Forschungsfelder

  • Aufklärungstechnologie 
  • Neu- und Weiterentwicklung von Kriegstechnologie 
  • Methoden für eine kriegsrelevante Informationsaquise 
  • Analysemodelle zur Unterstützung der Schlachttaktik 
  • voll und teilautonome Verteidigungssysteme (z.B. Flugabwehrsysteme) 
  • Neu- und Weiterentwicklung von CyberWar-Technologien

Ob die Tätigkeit in der Rüstungsindustrie ethisch zu vertreten ist, muss jeder selber entscheiden. Ein Indikator für die Integrität des Unternehmens ist unter anderem die Exportpolitik. Der Bewerber sollte sich also durchaus die Frage stellen dürfen, in welche Länder die Waffen exportiert werden. Zahlreiche Staaten rüsten in der jüngsten Vergangenheit auf und investieren Millionenbeträge in die Forschung und Entwicklung von "Militär-Robotern". Neu an den autonomen Waffensystemen ist die Mächtigkeit der künstlichen Intelligenz. Die Roboter der Zukunft werden nicht nur Ziele auswählen, sondern auch durch Algorithmen die Entscheidung treffen, ob auf das identifizierte Ziel auch gefeuert werden soll oder nicht. Außerdem sollen die Systeme lernfähig werden und auch mit unvorhergesehenen Ereignissen flexibel umgehen können.

Mit der zunehmenden Autonomisierung der Waffensystemen muss unbedingt auch eine Erhöhung des Sicherheitsniveaus der Roboter einhergehen. Denn man möchte sich gar nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn diese Maschinen durch einen Hackerangriff plötzlich fremdbestimmt handeln. Vor allem die Vernetzung und die damit verbundene ständige Kommunikation der Maschinen untereinander und mit Kommandoständen muss über sichere und verschlüsselte Protokolle stattfinden. Deshalb ist IT-Sicherheit in dieser Branche von höchster Relevanz. Auch in diesem Bereich wird es in Zukunft zahlreiche Arbeitsplätze entstehen.

Flugabwehrsystem Mantis

  • hochautomatisches Waffensystem Sensortechnik (Suchradar, Kamera, Lader, Infrarot)
  • Kontrollturm
  • Bilderkennungssystem Video über Mantis
Shariff Buttons: