Enterprise Architect & IT-Architekt/-in

IT-Architekten in Reinkultur haben selbst nichts mit der Konzeption und der Entwicklung von einzelnen Informationssystemen zu tun. Sie bündeln vorhandenes Wissen über die im Unternehmen eingesetzten oder geplanten Systeme und arbeiten sogenannte IT-Bebauungspläne aus. Das sind Modelle, die einen visuellen Überblick über die IT-Systemlandschaft des Unternehmens aufzeigen. Meist werden verschiedenste Sichtweisen mit unterschiedlichem Abstraktionsgrad erstellt. Die Zeichnungen sollen einen Überblick übe die aktuelle und zukünftige IT-Landschaft und IT-Projekte ermöglichen. Dabei wird zwischen Ist- und Sollbebauungslandschaften unterschieden. Während Ist- Modelle die aktuelle IT-Landschaft zeigen, haben Soll-Bebauungspläne ihren Fokus auf zukünftige Systementwicklungen. Die Modelle und Pläne dienen der abteilungsübergreifenden Kommunikation. Auch das Management kann auf diese Art und Weise über die aktuelle IT-Infrastruktur auf dem Laufenden gehalten werden. Die zentrale Aufgabe eines IT-Architekten ist die kontinuierliche Aktualisierung der IT-Bebauungspläne. Dabei ist er auf die Hilfe und das Wissen von Business Analysten, Requirements-Engineers, Software Architekten und Entwickler angewiesen. Denn nur in wechselseitigem Austausch entsteht eine für alle Parteien gültige und verständliche IT-Architektur. Innerhalb des Entreprise Architecture Management versucht der IT-Architekt die IT-Strategie und die damit verbundenen IT-Services von der Unternehmensstrategie abzuleiten.

Aufgaben von IT-Architekten im Überblick:

  • Ableitung von IT-Strategien aus den Anforderungen des Business 
  • Schaffung und Aktualisierung eines Bebauungsmanagements
  • Modellierung von IT-Architekturen und Prozessen 
  • Kommunikation mit allen wichtigen Entscheidungsträgern und relevanten "Umsetzern"
  • Beratung der Führungskräfte hinsichtlich der Entwicklung der IT-Landschaft
  • Aufzeigen von Synergien innerhalb der Systemlandschaft 
  • Systemzusammenhänge ganzheitlich darstellen

Neben der Einbeziehung aller Architekturebenen werden nach Möglichkeit auch alle Organisationsebenen in die Modellierung mit einbezogen. Ziel ist ein möglichst ganzheitliches Bild, welches es schafft, die Gesamtarchitektur auf verschiedene Ebenen herunterzubrechen. In großen Konzernen werden häufig sogenannte Architektur-Frameworks wie Cobit, TOGAF oder das Zachman Framework eingesetzt. Diese haben sich in der Vergangenheit etabliert und bieten Anhaltspunkte und Blaupausen für viele Phasen des EAM wie z.B. für Entwurf, Planung, Implementierung und Wartung.

Da IT-Architekten ein hohes Maß an Kenntnissen im Bereich der Informationstechnik sowie im Bereich der der Betriebswirtschaft sowie über eine ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit verfügen müssen, ist nicht jeder für diese Laufbahn geeignet. Desweiteren haben Enterprise Architects häufig Kontakt zur höheren Managementebene. Zusammen mit den Entscheidern erarbeiten IT-Architekten die zukünftige strategische Ausrichtung der Unternehmens-Systemlandschaft. Ein sicheres Auftreten und einen gute Kommunikationsfähigkeiten sollten gegeben sein.Auch externe Berater haben gute Chancen, als Berater des Managements tätig zu werden, da diese als unvoreingenommen gelten und anders als interne Consultants nicht bereits unter einer gewisse "Betriebsblindheit" leiden. IT-Architekten/ Enterprise Architects können in der Regel ein sehr gutes Gehalt erzielen, unabhängig davon ob sie im Unternehmen angestellt sind oder als Externe fungieren.

 

Skill-Profil

 

Hard Skills

IT-Know-How
90% Complete
spezifisches Fachwissen
60% Complete (warning)
abstrakte und analytische Intelligenz
50% Complete (success)
Organisationstalent/ Management-Skills
80% Complete
Auge fürs Detail/ Akribisches Arbeiten
80% Complete

 

Soft Skills

Soziale Kompetenz
90% Complete
Kommunikationsfähigkeit
60% Complete (warning)
ganzheitliches Denken
50% Complete (success)
Präsentations-Skills
80% Complete
Kreativität
80% Complete

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